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Amphibienschutz hautnah – Ein spannender Einblick für unsere Schülerinnen und Schüler

Symbolbild Amphibienschutz hautnah – Ein spannender Einblick für unsere Schülerinnen und Schüler

Viele Amphibien verschwinden, ohne dass wir es bemerken. Ihr „heimliches Ableben“ geschieht meist nachts und im Verborgenen. Genau hier setzt die wichtige Arbeit des BUND-Ortsverbands Hemsbach-Laudenbach an. Unter der ehrenamtlichen Leitung von Uwe Somplatzki engagiert sich der Verband intensiv für den Naturschutz und bietet jährlich rund 60 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an, wie etwa die Naturschule oder die Wald-AG.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Amphibienschutz. Dabei werden Tiere eingesammelt, sicher über Straßen getragen und wieder ausgesetzt. Zudem legt der BUND neue Gewässer an.
Während einige Klassen hier ihren Einstieg in das Thema fanden, konnten andere nach ersten Theoriestunden praktische Erfahrungen sammeln. Besonders anschaulich wurde es durch detailreiche Fotografien von Uwe Somplatzki, der als Fotograf die Schönheit der Tiere eindrucksvoll einfängt, sowie durch realistische Modelle.

Bei der Vorstellung verschiedener Amphibienarten wie Erdkröte, Grasfrosch, Grünfrosch, Kammmolch und Feuersalamander, konnten die Lernenden jeweils die typischen Laute der Tiere hören, beim Grünfrosch z.B. das „typische Quaken“.
Gerade der Feuersalamander sorgte für viele Fragen: Zwar kann er bei Gefahr ein Gift absondern, doch dieses ist für den Menschen in der Regel harmlos. Dennoch ist er stark bedroht – unter anderem durch einen aus den Niederlanden eingeschleppten Pilz, der für die Tiere tödlich ist und sich sogar über verschmutzte Schuhe verbreiten kann.

Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler zeigte sich in zahlreichen Fragen: Was passiert, wenn Amphibien im Laufe ihrer Entwicklung ihren Schwanz verlieren? Die Antwort: Die enthaltenen Nährstoffe werden im Körper weiterverwertet. Oder: Stimmt es, dass gutes Wetter kommt, wenn ein Frosch hochklettert?

Deutlich wurde auch, wie stark Amphibien unter den aktuellen Umweltbedingungen leiden. Heiße Sommer, Nahrungsmangel und der Verlust geeigneter Lebensräume – zum Beispiel durch die fehlende Überflutung von Flächen – führen zu einem drastischen Rückgang vieler Arten.

Am Ende des Vormittags wurden die mitgebrachten Tiere wieder in der Natur ausgesetzt. Die wichtigste Erkenntnis des Tages: In einem funktionierenden Ökosystem ist jede Lebensform wertvoll und schützenswert. Durch den Besuch von Herrn Somplatzki wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch das Bewusstsein für den Schutz unserer heimischen Tierwelt nachhaltig gestärkt.

Text: Annika Ehrhard

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