Besuch der Körperwelten-Ausstellung in Heidelberg
Am Dienstag, den 30. Juni 2026, besuchten die Klassen 7a und 7b mit den Lehrkräften Frau Herrmann, Frau Tirolf, Frau Finn und Frau Bisinger die Ausstellung „Körperwelten“ im Alten Hallenbad in Heidelberg.
Nach einer halbstündigen Zugfahrt und einem darauffolgenden Fußmarsch kamen wir dort an. Gleich zu Beginn der Ausstellung sahen wir uns ein Video zur Dauerausstellung ,,Anatomie des Glücks“ an. Wir erfuhren, dass jeder Spender zu Lebzeiten eingewilligt hatte, nach dem Tod plastiniert und anschließend anonym ausgestellt zu werden. Der Gründer der Ausstellung, Gunther von Hagens, ist zugleich auch der Erfinder der Plastination.
Im Hauptraum der Ausstellung angekommen, konnten wir zunächst ein Nervensystem inklusive Wirbelsäule und Gehirn sowie ein Plastinat eines Menschen ohne Haut sehen. Dadurch konnten wir sogar die Muskeln sehen, wie bei vielen weiteren Plastinaten der Ausstellung. Anschließend konnten wir den Vergleich zwischen einem Gehirn mit und ohne Alzheimer sehen. Nebenan hing ein Schwein von der Decke, bei dem ebenfalls die Haut fehlte. Dafür waren ihm auf Höhe der Ohren Flügel angesteckt. Danach sahen wir ein Plastinat, das zeigte, dass dieses Verfahren nicht nur bei Lebewesen funktioniert: Im Jahr 2017 besuchten der britische Kronprinz William und seine Frau Kate Heidelberg und formten beide je eine Brezel. Diese wurden mithilfe der Plastination dauerhaft haltbar gemacht und sind jetzt in einer Vitrine in den Körperwelten ausgestellt. Ein paar Meter weiter konnten wir an einer Station sogar unseren Blutdruck mithilfe verschiedener Geräte messen. In der darauffolgenden Vitrine waren verschiedene Herzen ausgestellt, darunter auch ein größeres eines Leistungssportlers. Anschließend konnten wir einen Kopf sehen, bei dem nur noch die Blutgefäße vorhanden waren und sogar dasselbe bei einem kompletten Körper. Im Stockwerk darunter befand sich ein Display, das unter anderem Geschlecht, Alter und den aktuellen Grad der Zufriedenheit auswertete. Kurz darauf konnten wir auch zwei übereinander positionierte Plastinate sehen sowie zwei weitere, die um einen Football kämpften, und ein Plastinat, das auf vier Bällen balancierte, während es seinen Verdauungstrakt in der Hand hielt.
In einem Raum am Ende der Ausstellung war die Größenentwicklung eines Babys bis zur Geburt dargestellt. Dort befand sich auch das Plastinat einer Frau im 8. Schwangerschaftsmonat mit geöffnetem Bauch, um die Größe des Fötus zu veranschaulichen. Zum Schluss hatten wir noch etwas Zeit, bis wir zurück zum Bahnhof mussten, um uns auf den Rückweg zu machen.
Insgesamt war es ein interessanter und lehrreicher Ausflug, der eine gute Abwechslung zum klassischen Biologieunterricht bot, da ein solcher Einblick in den menschlichen Körper sonst nur Medizinern zugänglich ist.
Text: Leo Breiner, Schüler der 7a
